Balkonkraftwerk: Vorteile und Nachteile der Mini-Solaranlage

Ein Balkonkraftwerk reduziert deine Stromrechnung und ist sehr einfach in Betrieb zu nehmen. Gleichzeitig ist die erzeugte Solarstrom-Menge aber auch witterungsabhängig, und Geld mit Stromeinspeisung verdienst du in der Regel nicht. Unsere Pro & Contra Liste zeigt dir ausführlich und unabhängig die Vorteile und Nachteile von Balkonkraftwerken.

Video: Besitzer von Balkonkraftwerken berichten über ihre Erfahrungen

Balkonkraftwerk Vorteile

  • Für Mieter und Eigentümer geeignet: Auch Mieter und Wohnungseigentümer ohne Möglichkeit für Dach-Solaranlagen können mit einem Balkonkraftwerk eigenen, kostenlosen Solarstrom produzieren.
  • Kosteneinsparungen: Die Steckersolaranlagen können dazu beitragen, die Stromrechnung zu senken und somit langfristig Kosten zu sparen.
  • Geringe Investitionskosten: Balkonkraftwerke (🛒Shop) sind im Vergleich zu anderen Solaranlagen relativ günstig. Ihre Preise beginnen zwischen 500 und 600 Euro.
  • Balkonkraftwerke und Wechselrichter mit 600 Watt werden gerade günstiger, da voraussichtlich bald 800 Watt erlaubt sind.
  • Keine Mehrwertsteuer: Seit 2023 sind die Solarmodule, Wechselrichter (🛒Shop) und Balkonhalterungen (🛒Shop) von der Mehrwertsteuer befreit.
  • Ideal für Städte: Hier wohnen viele in Miete oder Eigentumswohnungen und können mit Balkonsolaranlagen dennoch etwas für Umwelt und Geldbeutel tun.
  • Einfach machen: Wird das Balkonkraftwerk auf Balkon oder Terrasse nur aufgestellt und nicht montiert, braucht man keine Genehmigung vom Vermieter oder von Miteigentümern.
  • Einfache Installation: Ein Balkonkraftwerk kann auch nur mit Beschwerung und ohne Verschraubung auf dem Balkon, der Terrasse und auf Flachdächern aufgestellt werden.
  • Platzsparend: Am Balkongeländer benötigt es keinen zusätzlichen Platz.
  • Die Montage eines Balkonkraftwerks schafft man selbst, ein Elektriker ist nicht vorgeschrieben.
  • Einfacher Anschluss: Das Stromkabel aus dem Wechselrichter (Geräte-Test) wird einfach in die normale Außensteckdose eingesteckt.
  • Unabhängigkeit: Durch die Produktion von eigenem Strom können Haushalte unabhängiger von Energieversorgern werden.
  • Geringer Wartungsaufwand: Balkonkraftwerke benötigen kaum Wartung und sind sehr robust. Sie können das ganze Jahr draußen bleiben und halten unsere Tiefst- und Höchsttemperaturen in der Regel aus.
  • Laut TÜV, VDE und Deutscher Gesellschaft für Sonnenenergie keine Brandgefahr, da die Leistung nicht ausreiche, eine häusliche Elektroinstallation zu überlasten.
  • Amortisierung innerhalb weniger Jahre: Eine Balkonsolaranlage macht sich je nach Strompreis in etwa sechs bis acht Jahren bezahlt. Da es 20 Jahre oder länger hält, produziert das Balkonkraftwerk viele Jahre komplett kostenlosen Strom. Eventuell muss mal der Wechselrichter ersetzt werden.
  • Als Insellösungen ausgelegte Mini-Photovoltaikanlagen – die also ohne Stecker funktionieren – können Strom in Gartenhäuser, Schuppen oder Camper bringen, die nicht ans Netz angeschlossen sind. Keine knatternden Generatoren!
Balkonkraftwerk mit zur Sonne geneigter Halterung (Bild: energieasy.de)
Balkonkraftwerk mit zur Sonne geneigter Halterung (Bild: energieasy.de)
Zuletzt aktualisiert am 22. Mai 2024 um 6:37 Uhr. Die angezeigten Preise können sich inzwischen geändert haben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Balkonkraftwerk Nachteile

  • Vermieter kann mitreden: Für eine feste Installation musst du den Vermieter um Genehmigung bitten. → Hier unser kostenloses Balkonkraftwerk-Musterschreiben an den Vermieter.
  • Eingeschränkte Leistung: Balkonkraftwerke haben aufgrund ihrer kleineren Fläche eine geringere Leistung als Dachsolaranlagen und können nur begrenzte Mengen an Strom erzeugen.
  • Strom wird nur tagsüber produziert und muss da auch verbraucht werden. Ein Balkonkraftwerk mit Speicher hat deutlich höhere Investitionskosten – es gibt aber Speichersysteme, etwa EcoFlow* oder SolarFlow*.
  • Abhängigkeit von Standort und Wetterbedingungen: Da Balkonkraftwerke von der Sonnenenergie abhängen, produzieren sie nur Strom, wenn die Sonne darauf scheint. An Tagen mit schlechtem Wetter oder Standorten mit wenig Sonneneinstrahlung wird daher weniger Strom erzeugt.
  • Kein kompletter Ersatz für bezahlten Netzstrom: Ein Balkonkraftwerk erzeugt oft weniger Strom als von dir verbraucht wird.
  • Kein Geld für Netzeinspeisung: Erzeugt das Balkonkraftwerk mehr Strom, als du aktuell verbrauchst, verschenkst du den überschüssigen Strom an deinen Netzbetreiber. In dessen Netz wird er eingespeist, eine Vergütung über EEG-Förderung lohnt sich aber in der Regel nicht und wird daher nicht vereinbart.
  • Für ländliche Haushalte möglicherweise uninteressant: Hier hat man oft Häuser, größere Garagen oder Lagerschuppen, auf denen sich richtige Photovoltaikanlagen mehr lohnen.
  • Ist die Hauptmotivation, etwas für die Umwelt zu tun und gerne noch eine Rendite mitzunehmen, kann es zielführender sein, sich an einem Solarpark oder einer Energiegenossenschaft zu beteiligen.
Auch möglich: Mini-PV-Anlage auf Gartenhaus (Bild: energieasy.de)

Mini-PV auf Gartenhaus

Auch eine Variante, ein Balkonkraftwerk zu betreiben: Die Module auf ein Gartenhaus oder den Carport schrauben. Hier auf unserem Foto vier Module mit je 150 Watt.

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